Ein Flintbek ohne Windkraftanlagen? (!)

Auf der Sitzung des Umwelt- und Wegeausschusses vom 01.11.2018 ging es heiß her. Vielleicht sollte man aber lieber sagen, dass eine steife Brise wehte?

Heftig wurde über die neuen Ausweisflächen für Windkraftanlagen in Schleswig-Holstein diskutiert. In den neuen Papieren der Jamaikakoalition finden sich auch Pläne für Flächen auf dem Gemeindegebiet Flintbeks. Vielen Bürgern macht das Angst und aus Sicht der Freien Demokraten Flintbeks zurecht, meint der Ortsvorsitzende Alexander Wachs.

Dogmatisch versuchen uns die GRÜNEN im Ort zu erklären, dass die Sorgen unbegründet seien. Doch nicht nur Gutachten der WHO sprechen dagegen und konstatieren eine nicht weg zu diskutierende Lärmbelastung, auch die optischen Beeinträchtigungen durch bis 100m hohe Windräder sprechen nicht für neue Windräder.

Dazu meint die Fraktionsvorsitzende Regine Schlegeberger – Erfurth, dass wir die Sorgen der Bürger*innen nicht einfach vom Tisch wischen sollten, nur um den Profitinteressen der Windkraftanlagenbauer und -betreiber Rechnung zu tragen. Bereits das auf Gemeindeflächen betriebene Windrad zeige ja, dass die Betreiber der Anlagen häufig nicht vor Ort agieren und damit auch keine steuerlichen Vorteile durch Mehreinnahmen für die Gemeinde entstünden. Die Anlage am Klärwerk gehört einer Firma mit Sitz in Hamburg.

Das Argument des GRÜNEN Gemeindevertreters Achim Lorenzen dagegen das Windrad würde den Strom ja für die Gemeinde produzieren und auch damit dort verbraucht ist vollkommen untragbar. Die Einspeisung des Stroms erfolgt allgemein ins Netz. Ob dieser nun hier oder München verbraucht wird kann weder der Betreiber noch der Bürger vor Ort entscheiden. Vielmehr ist es doch so, dass man durch den zunehmenden Windstrom, der eben nur bei bestimmten Winden produziert wird, Netzstabilität durch zugekauften ausländischen Atomstrom oder Braunkohlestrom sichern muss.

Daher fordern wir als FDP endlich eine ausgewogene Energiepolitik, die auf einen ausgewogenen Mix von erneuerbaren Energien setzt. Dazu gehören Wind, Sonne, Wasserkraft und Gezeitenkraft. Windkraft haben wir inzwischen genug. Die Windparks in Nordsee und Ostsee haben bereits das mehrfache an Kapazitäten der Kernkraftwerke erreicht. Allerdings können durch fehlende Infrastruktur und damit ausreichende Verbraucher diese Anlagen nicht wirklich genutzt werden. Warum also wollen wir denn weitere Windräder vor unsere Tür stellen obwohl wir sie nicht benötigen?

Flintbek hat die Chance mit dem Abbau des Windrades am Klärwerk in 2 Jahren eine Gemeinde ohne Windkraftanlage zu werden. Eine Gemeinde frei von zusätzlichem Lärm und verstellter Landschaft, frei von Risiken, die heute nicht absehbar sind. Vor allem aber frei von der Profitgier der Anlagenbetreiber, die sich nicht im mindesten um die Interessen der Bürger*innen Flintbeks scheren.

Die Freien Demokraten wollen diese Chancen nutzen! Wir wollen keine neuen Windkraftanlagen bei uns und vor unserer Tür. Wir kämpfen für eine gerechte und sinnvolle Energiepolitik mit Chancen vor Ort! Unterstützen Sie uns.