Aus für die Blumenwiese – ein Stück Flintbek weicht der Beliebigkeit

Am 6. November 2018 hat die Gemeindevertretung Flintbek den Landschaftsplan, Flächennutzungsplan sowie den Bebauungsplan „Blumenwiese“ beschlossen.

Dazu erklärt die Gemeindevertreterin und Fraktionsvorsitzende Regine Schlegelberger-Erfurth:

Mit diesen Beschlüssen hat die Gemeindevertretung eine Planung besiegelt, die Flintbek um eine ortsbildprägende Grünfläche ärmer und damit anonymer und unattraktiver im Wettbewerb zu benachbarten Gemeinden macht.

Daher hat die FDP Flintbek diese Pläne in der Gemeinderatssitzung abgelehnt und ist vielen Abwägungen der Gemeinde nicht gefolgt. Allzu viele berechtigte Bedenken der Bürger hat die Verwaltung nach dem „Kopf-durch-die Wand“ – Prinzip rechthaberisch abgebügelt.

Dass der Landschaftsplan, der festlegt, wie Gemeinden mit ihren Flächen gerade unter Naturschutzgesichtspunkten umzugehen hat, erst am Ende aller Beratungen angefasst und – wie es so schön heißt – „angepasst wurde“, ist ein Skandal. Landschaftspläne sind in Flintbek offensichtlich nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben stehen.

Spätestens seitdem der Kreisverkehr „beerdigt“ wurde und der Ampellösung wich, wissen wir alle, dass uns die zukünftige verkehrliche Situation mit den daraus resultierenden Problemen wie z.B. Schulweg, Verkehrsfluss, CO2-Belastung, Feinstaub, Lärm einholen wird. Es macht keinen Sinn, einfach zu behaupten, das würde alles gar nicht so schlimm.

Die hydraulische Situation auf der Blumenwiese ist vielleicht per heute geklärt, aber was ist, wenn Starkregenereignisse zunehmen? Die Frage wird von der Verwaltung einfach vom Tisch gewischt.

Dem von Bürgern vorgetragene Bedenken, dass die Blumenwiese mit keiner Bushaltestelle ausgestattet und daher nicht an den ÖPNV angebunden sei, hält die Verwaltung entgegen, es würden nur sehr wenige Bürger mit dem Bus Einkaufen fahren.
Die FDP gibt trotzdem die Hoffnung nicht auf, dass sich bei der Gemeinde und beim Investor Erkenntnis und Einsicht einstellen und dass die viel beschworene Attraktivitätssteigerung des ÖPNV in Flintbek keine leere Floskel bleibt.